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Seit 1919 im Dienste der Natur

Im Pfinztal hat die Bienenzucht Tradition.

Wie im Gründungsjahr 1919 wird auch heute noch das Imkern von Darmsbach bis Langenalb von der gleichen Begeisterung für die ökologischen Zusammenhänge in der Natur getragen.

Die stattliche Zahl von 79 Mitgliedern traten dem Bienenzuchtverein Pfinztal bei, als dieser am 15. Februar 1919 aus der Taufe gehoben wurde und beim Amtsgericht Pforzheim eingetragen werden konnte. Als erster Vorsitzender wurde Karl Kohle aus Dietlingen gewählt und die erste Frau, Berta Gaupp, trat dem Verein bei. Neben immer wiederkehrenden Bienenkrankheiten, war besonders die schwierige Beschaffung des Winterfutters ein sehr ernstes Problem für die Imker in den kargen Jahren der Wirtschaftskrise. Dennoch traten als letzte Ortschaften des heutigen Vereinsgebietes, welches somit den nahezu vollständigen Westteil des Altkreises Pforzheim ausmachte, 1930 Ittersbach und nach sehr langem zögern 1931 Langenalb bei den Pfinztalimkern ein.Die Bienen und ihre Zucht

In der „ braunen“ Zeit wurde der Verein mehr zentral, wie kameradschaftlich geführt und 1934 in „Ortsgruppe Pfinztal“ umbenannt und der erste Vorsitzende hiess nun „Ortsfachgruppenleiter“. Die Kriegsjahre verlangten auch im Pfinztal den Familien grosse Opfer ab, jedoch nach dem Motto: „Der eine trage des anderen Last!“, wurden die Heimatbienenstände in Patenschaften weiter geführt.

Die Nachkriegs- und Aufbaujahre waren geprägt von den Bemühungen den Verein wieder auf sichere Beine zu stellen und auch züchterische Verbesserungen anzustreben. So wurde bald eine neue Belegstelle eingerichtet, die sogar zur Reinzucht zugelassen war.

Weitere Meilensteine waren das 30 jährige Vereinsjubiläum, das in Ellmendingen gefeiert wurde und die Auszeichnung von Vereinsgründer Karl Kohle mit der höchsten Imkerehrung, dem „Zeidlermännchen“.

Unvergessen bleiben auch der Neubau der Belegstellenbienenhäuser und die familiären Vereinsfeste im Steinbruch Hug, die ab 1985 ihre Fortsetzung in den jährlichen Belegstellenfesten am Himmelfahrtstag fanden. Des weiteren wurden stimmungsvolle Lehrfahrten zur Weiterbildung der Imker unternommen. Stets wurde und wird auch heute eine herzliche und familiäre Kameradschaft gepflegt, in einem harmonischem Miteinander von Alt- und Jungimkern.